Wissen als Produktionsfaktor
- 8. Apr.
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Trotz des aktuell schwachen Geschäftsklimas bleibt der Fachkräftemangel ein zentrales Thema in der Industrie. Tatsächlich geht es dabei weniger um die Anzahl der verfügbaren Arbeitskräfte als vielmehr um deren Fähigkeiten und Qualifikationen. Es wird zunehmend deutlich, dass Wissen ein entscheidender Wettbewerbsfaktor ist.
Überraschenderweise steuert nur eine begrenzte Zahl von Unternehmen ihr Wissenskapital aktiv. Um es klar zu sagen: Wissensmanagement hat nur wenig mit der Pflege von Datenbanken für Prozessbeschreibungen oder Parametertabellen zu tun. Der Großteil des Wissens befindet sich in den Köpfen der Mitarbeitenden und lässt sich nicht einfach in schriftlichen Dokumenten festhalten.
Gleichzeitig sind die Bemühungen, jahrzehntelange Erfahrung von Beschäftigten im Unternehmen zu halten, begrenzt, während allein in Deutschland in den kommenden zehn Jahren jährlich mehr als eine Million Menschen in den Ruhestand gehen werden. Diese Form des „Brain Drain“, kombiniert mit nicht geteiltem und nicht gesichertem Wissen, wird enorme Kosten für die europäische Wirtschaft verursachen.
Auf der anderen Seite können der systematische Aufbau von Wissen, strukturierter Wissensaustausch sowie eine wissensbasierte Organisationsentwicklung nicht nur die Kernkompetenzen eines Unternehmens sichern, sondern auch seine Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig stärken.





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